Wohntrends 2026: Grünes Sofa in modern eingerichtetem Wohnzimmer.

Das sind die Wohntrends 2026

Unser Zuhause wird 2026 zum persönlichen Style-Statement: Matte Farben, natürliche Materialien und smarte Technik verschmelzen zu einem Lifestyle, der inspiriert und entspannt.

5 Min.

© Shutterstock

Das Zuhause ist unsere persönliche Bühne für Style, Komfort und Persönlichkeit. Deshalb stellen wir gleich zu Beginn des neuen Jahres die Fragen aller Trendfragen: Wie richten wir uns mit den Wohntrends 2026 ein? Was bleibt und was wird uns überraschen? Interieur­designer:innen und Architekt:innen geben uns spannende Insights und zeigen, welche Formen, Farben und Materialien unsere Räume im neuen Jahr prägen werden, was bleibt und welche neuen Wohntrends angesagt sind.

Mut zur Vielfalt

Die neuen Wohntrends schaffen aus sanften Farben, natürlichen Materialien und modularen Möbeln durchdachte Räume, die uns entspannen und gleichzeitig beeindrucken: Möbel, die sich anpassen, Oberflächen, die haptisch verzaubern, und smarte Technik, die unsichtbar bleibt. Wer dieses Jahr sein Interieur aufpeppen möchte, setzt auf Leichtigkeit, Nachhaltigkeit und clevere Details – ein Mix, der cozy, cool und absolut zeitgemäß ist.

Vielversprechende Wohntrends 2026

Wir freuen uns auf Wohntrends, die bewusst ein Gegengewicht zur digitalen Dauerpräsenz, zur künstlichen Intelligenz und einem immer schnelleren Alltag setzen. Räume werden wieder sinnlicher, spürbarer, ruhiger. Einrichtungen mit Textur, natürlichen Materialien und soften Farben schaffen Orte, die erden und entschleunigen – ein echtes Statement für Cozy Living. Naturstein, Leinen, Seide, Kalkputz und matte Farben treffen auf ausgewählte Sammlerstücke und Möbel mit bildhauerischer Strenge. So entstehen Interieurs, die halb Skulptur, halb Architektur sind – reduziert, klar und doch voller Emotionen. Sorgfältig kombiniert, um einen Ort zu schaffen, der die Komplexität, die Nuancen und die individuelle Persönlichkeit der Person widerspiegelt, die dort lebt.

Wohntrends 2026: Sonniges Wohnzimmer in Grau-Tönen mit Bronze-Akzenten.
© Shutterstock

Möbel, die sich anpassen

Möbel sind heute multifunktionale Alleskönner. Man hat zumindest nicht weniger als diesen Anspruch an sie. Der Grund? Kleine Wohnungen und fließende Grenzen von Außen- und Innenbereichen. Modulare Sofas, flexible Regale, wandelbare Tische: 2026 geht es um Räume, die sich deinem Leben anpassen. Ob Homeoffice, Netflix-Abend oder Dinner-­Party – alles bleibt stylisch und funktional.

Bunte Bilder hängen an einer weißen Wand.
© Samsung

Technik, die man nicht sieht

Smart und unsichtbar: Technik, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Türgriffe mit cleverem Twist oder TV-Screens, die als Kunstwerk anmuten. Minimalistisch, clean, total chic – die Technik verschwindet, aber der Style bleibt. Technik versteckt sich in Möbeln und Verkleidungen, z. B. integrierte USB-Ports, unsichtbare Lautsprecher, smarte Beleuchtung, die sich anpasst, Sofas mit versteckten Lademöglichkeiten, Lautsprecher in Wandpaneelen. Und die Steuerung ist denkbar intuitiv und fügt sich nahtlos in den Alltag ein – via Apps oder Sprachsteuerung.

Dunkelgrünes Stoffbett mit weißer Bettwäsche vor hellgrüner Wand.
© Shutterstock

Sanfte Pastellfarben zählen zu den Wohntrends 2026

Als Reaktion auf Material mit Texturen im Raum entstehen helle, matte Farb­töne, etwa sinnliches Grasgrün oder Erdtöne. Erdige Farben verleihen den Räumen Tiefe. Anstelle von glatten Beige- oder Greige-Nuancen, die in der letzten Design-Dekade oft kalt und technologisch wirkten, werden 2026 warme, menschliche Elemente bewusster eingesetzt: weniger „Scandi Beige“, dafür mehr Pigmente, Tiefe, die mit natürlichen Materialien wie Holz, Stein und Metall kombiniert werden.

Wohntrends 2026: Samtige Stühle und Tische in geometrischen Formen.
© Pippa Drummond

Skulpturales Möbeldesign

Wenn Vintage und Kunst aufeinandertreffen, dann insbesondere als skulpturale Möbel und Objekte, die heuer zum großen Wohntrend werden. Wir wollen Möbel, die eine innere Disziplin besitzen, skulpturale Sitzgelegenheiten aus Leder, Holz, Pergament, die im Alter nicht verlieren, sondern nur noch mehr an Ausdruck gewinnen. Sitzmöbel werden zu ausdrucksstarken Sammlerstücken und werten unseren Raum als künstlerisches Stilelement mit Gemütlichkeit unikat auf.

Ein karg gestalteter Altbau-Wohnraum.
© Mark Randel

Naturmaterialien mit Struktur

Textur lädt zur Interaktion ein und bringt eine physische Präsenz zurück in Räume, die übermäßig geglättet wurden: Leinen, Rattan, Sisal oder rauer Stein – Materialien, die man nicht nur sieht, sondern fühlen will. So entstehen Innenräume, die sich sinnlicher und menschlicher anfühlen, die Räume wirken cozy, lebendig und gleichzeitig ­clean. Genau das Richtige für ein modernes, naturverbundenes Interieur.

Türkise Wand mit Holz-Möbeln und freistehender Metall-Badewanne.
© Alice Mesguich

Perfekt unperfekt

Komplett durchgestyltes Interieur? Entspricht mittlerweile nicht mehr dem, was im Trendkanon liegt. Für 2026 wünschen wir uns mehr Vielfalt und Mut zur Imperfektion. Ein Raum muss nicht fertig wirken, sondern darf und soll sich entwickeln. Kräftige Farben und unkonventionelle Kombinationen von Möbeln und Epochen werden den Unterschied in der Wohngestaltung ausmachen.

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Die Autorin dieses Beitrags:

Redakteurin Yvonne Hölzl
© Marija Kanizaj 

Yvonne Hölzl, Redakteurin der STEIRERIN, ist verantwortlich für die Rubrik Style und Wohnen. Neben ihrer Kreativität beim Schreiben zeigt sie auch handwerkliches Geschick, wenn sie handgemachte Strickwerke zaubert. In ihrer Freizeit ist die Naturliebhaberin mit ihrem Windhund Toto oft im Wald anzutreffen.

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