DIe Frontpartie wirkt futuristisch ©groemedia
Erste Fahrt, erstes Staunen: Wir übernehmen die EV4 Limousine am Flughafen Wien, sie soll uns die 305 Kilometer via S6 nach Klagenfurt pilotieren. Es ist Winter, unter null Grad, am Display stehen 90 Prozent Batteriefüllstand und 350 km Reichweite. Werden wir es, gut beheizt, ohne Nachladen nach Klagenfurt schaffen? Diese Frage hat jeder von uns nachträglich Gefragte mit Nein beantwortet – „Mit einem E-Auto im Winter? Niemals!“, hieß es mehrmals.
Aber: In Annabichl angekommen, standen satte 104 km Restreichweite zur Verfügung. Gut, ich bin sanft, Autobahn 110 bis 120 km/h gefahren. Trotzdem: Der Kia ist in puncto Reichweite bislang das Beste, Ehrlichste, was wir im Teststall hatten. Beim Laden ist er mit 128 kW nicht der Allerschnellste, aber nach eineinviertel Stunden am Kelag-Lader (Hofer-Markt, St. Veiter Straße) ist er wieder voll.
Den EV4 gibt’s als kompakten Hatchback mit Heckklappe oder als um 30 cm längeren Fastback vulgo Stufenheck-Limousine. Die wird in Korea gebaut (der Hatchback in der Slowakei), die Karosserie mit den Hochkantscheinwerfern ist vorne futuristisch, hinten trifft es extravagant wohl am besten. Beim Fahren überzeugen Leistungsent- faltung, gute Fahrwerksabstimmung und Reichweite (im Sommer bis 633 km), innen Verarbeitung, Geräuschdämmung, Raumgefühl mit großzügiger Beinfreiheit, das 12,3-Zoll-Touchdisplay und ein perfektes Head-up-Display. Die 204 PS fühlen sich besonders im Sportmodus kraftvoll an, in 7,7 Sekunden ist man auf 100, 170 km/h sind drin. Und sieben Jahre Garantie, das ist die Kia- Norm, sind auch an Bord.
Der KIA EV 4 FASTBACK
Fakten: 204 PS E-Motor, Vorderrad- antrieb, 170 km/h Spitze, 0 – 100 in 7,7 sec., 283 Nm, Reichweite WLTP bis 630 km, im Test (Winter) bis 460 km, Akku 81,4 kWh, Verbrauch 14,4 kW auf 100 km, Laden bis 128 kW, Länge 473 cm, Gewicht 1900 kg, Kofferraum 490 l
Preis: ab 52.140 € als kompakter Hatchback ab 39.950 € kia.at



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