Sehen im Alltag: Was unsere Augen täglich leisten – und wie wir sie besser schützen

Die wichtigsten Tipps

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Morgens der erste Blick aufs Handy, dann stundenlang vor dem Laptop, abends noch schnell die Nachrichten im Fernsehen: Unsere Augen sind im modernen Alltag pausenlos im Einsatz. Dass sie dabei auch Schaden nehmen können, wird oft erst bemerkt, wenn die Sehschärfe nachlässt oder die Augen brennen und tränen. Dabei wäre es gar nicht so schwer, die eigene Sehgesundheit schon jetzt aktiv zu schützen.

Viele Menschen bemerken Veränderungen ihrer Sehkraft erst mit zunehmendem Alter, wenn das Lesen kleingedruckter Texte oder das Fokussieren auf nahe Objekte spürbar schwerer fällt. Wer dann zu Sehhilfen greift, steht vor einer großen Auswahl: Neben klassischen Lesebrillen sind besonders komfortable Gleitsichtbrillen für verschiedene Sehweiten eine verbreitete Wahl, weil sie Nah- und Fernsicht in einem Glas vereinen, ohne dass man ständig zwischen verschiedenen Brillen wechseln muss.

Warum Bildschirme unsere Augen so belasten

Der menschliche Sehapparat ist ursprünglich für den Blick in die Weite entwickelt worden. Stundenlanges Fixieren eines Bildschirms aus 50 Zentimeter Entfernung entspricht nicht dem, was unsere Augen von Natur aus gewohnt sind. Die Folge ist eine dauerhafte Anspannung der Augenmuskulatur, die sich mit der Zeit in Kopfschmerzen, Augenbrennen oder verschwommenem Sehen äußern kann. Fachleute sprechen dabei vom sogenannten Computer Vision Syndrom, das inzwischen so verbreitet ist, dass über eine offizielle Aufnahme in internationale Krankheitsklassifikationen diskutiert wird.

Hinzu kommt, dass wir vor Bildschirmen deutlich seltener blinzeln als sonst. Das klingt banal, hat aber spürbare Auswirkungen: Der Tränenfilm, der die Hornhaut feucht und schützend hält, trocknet schneller aus. Wer kennt das nicht, dieses Kratzen nach einem langen Arbeitstag am Computer? Wer seine Arbeitsumgebung leicht anpasst, kann dem entgegenwirken, ohne auf Technik verzichten zu müssen.

Einfache Gewohnheiten, die einen großen Unterschied machen

Augengesundheit ist kein Thema, das sich ausschließlich beim Augenarzt klärt. Vieles lässt sich schon mit kleinen Veränderungen im Tagesablauf verbessern:

  • Die 20-20-20-Regel: alle 20 Minuten den Blick für 20 Sekunden auf einen Punkt in 20 Fuß Entfernung (ca. 6 Meter) richten, um die Augenmuskulatur zu entspannen.
  • Bildschirmhelligkeit anpassen: Der Monitor sollte nicht heller sein als die Umgebung. Zu starke Kontraste ermüden die Augen schnell.
  • Ausreichend trinken: Trockenheit im Raum und mangelnde Flüssigkeitszufuhr verschärfen das Gefühl trockener Augen.
  • Tageslicht suchen: Regelmäßige Pausen im Freien stärken nachweislich die Augen und wirken der Entwicklung von Kurzsichtigkeit entgegen, besonders bei Kindern und Jugendlichen.
  • Blaulichfilter nutzen: Ob als Einstellung am Gerät oder als spezielle Brillengläser, ein reduzierter Blaulichtanteil kann das abendliche Einschlafen erleichtern und die Augen schonen.

Regelmäßige Kontrollen zahlen sich aus

So wie man zweimal jährlich zur Zahnarztvorsorge geht, sollte eine regelmäßige Augenuntersuchung selbstverständlich sein – auch wenn aktuell kein spürbares Problem besteht. Laut der Weltgesundheitsorganisation zur Vorbeugung von Sehverlust ließen sich rund 90 Prozent aller Sehbeeinträchtigungen durch frühzeitige Diagnose und Behandlung verhindern oder zumindest erheblich mildern. Viele Erkrankungen wie Grüner Star oder Makuladegeneration entwickeln sich schleichend und werden ohne Kontrolle oft erst spät erkannt.

Wer sich grundsätzlich mehr mit dem Thema Wohlbefinden und Körperpflege beschäftigen möchte, findet im Gesundheits-Bereich des Kärntner Monat regelmäßig aktuelle Beiträge zu Prävention, Ernährung und einem gesunden Lebensstil.

Gut zu sehen ist kein Luxus, sondern eine Grundlage für Lebensqualität. Wer früh anfängt, auf seine Augen zu achten, Pausen einzuhalten und rechtzeitig zum Augenarzt zu gehen, schützt eine Sinneswahrnehmung, die sich nur schwer ersetzen lässt – und die so vieles von dem ermöglicht, was den Alltag schön macht.

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