© Nicole Schlaffer
Wer der Insel ein wenig Zeit schenkt, entdeckt türkisfarbene Buchten, feine Küche, lebendige Orte, Menschen und Momente, die im Herzen bleiben. Eine Reise mit meiner Tochter.
Den (Aus-)Blick werde ich nie vergessen. Vorhang beiseite, Balkontür auf und zum Vorschein kommen Palmen und das glitzernde Meer. Frontal vor uns, so weit und so blau, dass sämtlicher Anreisestress sofort vergessen ist. Meine Tochter und ich schauen hinaus, beide für einen Moment still. Durchatmen, ankommen.

Unsere Basis ist das Grupotel Mallorca Mar in Cala Bona an der Ostküste. Ende Juli ist Mallorca in Hochform und Hochsaison, was man an Promenaden und beliebten Buchten durchaus merkt. Viel los? Ja. Selber schuld, wer dann reist, wenn halb Europa dieselbe Idee hat. Die Insel macht es mit warmer Luft, glasklarem Wasser, gutem Essen und einem Sonnenuntergang wett, der sogar einen gewöhnlichen Spaziergang wie eine Filmszene aussehen lässt.
Traumbuchten mit Bodenhaftung
Eine dieser Filmszenen wartet am Caló des Moro im Südosten. Als Geheimtipp wird die kleine Bucht noch immer gern gehandelt, wobei dieses Geheimnis inzwischen ziemlich viele Menschen kennen. Der Weg führt über Stock und Stein, dann auf einem schmalen Pfad recht steil hinunter.
Unsere Flipflops sind da nicht optimal, aber unten leuchtet das glasklare Wasser zwischen den Felsen und der helle Sand zieht uns magisch an. Der Platz ist überschaubar, der sommerliche Andrang ist es nicht. Wie herrlich muss es hier in der Nebensaison sein? Wenn der Sommer zwar noch da ist, aber nicht mehr so laut.
Auch die Cala Llombards bei Santanyi zeigt, warum der Südosten süchtig machen kann. Das Wasser der von Felsen gerahmten Bucht schimmert unwirklich schön. Weiter nordöstlich breitet sich die Cala Agulla auf rund 600 Metern aus, mit feinem, hellem Sand, flachem Wasser und Pinien. Wir fahren, staunen, baden und ziehen weiter – mit Salz auf der Haut und der Gewissheit, dass hinter der nächsten Kurve noch eine Bucht wartet.


Stadt, Strand und schöne Kleider
Palma darf bei aller Buchtenliebe nicht fehlen. Die Inselhauptstadt ist elegant, lässig und geschichtsträchtig. Wir schlendern durch die Gassen, schauen in kleine Läden, entdecken schöne Kleider und lassen uns treiben. Der breite Sandstrand Can Pere Antoni liegt nah an der Altstadt und schenkt beim Baden sogar den Blick auf La Seu, Palmas mächtige gotische Kathedrale. Kulturprogramm und Strandtag liegen hier nur einen Spaziergang auseinander.
Das Glück liegt an der Promenade
Am Abend zieht es uns nach Cala Bona und Cala Millor. Wir bummeln durch die Zentren, schauen in Geschäfte und beobachten, wie sich das Licht auf dem Wasser verändert. Cala Bona ist rund um einen kleinen Fischerhafen gewachsen, dessen Boote dem Ort bis heute Charme geben; Richtung Cala Millor wird die Promenade lebendiger. Die Mischung passt zu uns: schauen, plaudern, vielleicht noch ein Eis und immer wieder stehen bleiben, weil das Meer gerade besonders schön aussieht.
Das Grupotel Mallorca Mar ist ein angenehmer Ausgangspunkt und ein Ort, an dem man gerne bleibt. Die weitläufige, gepflegte Anlage hat einen großen und kleinen Außenpool, einen Kinderwasserpark und viel Programm für Familien. Meine Tochter findet ihren Spaß, ich zwischendurch ein ruhigeres Plätzchen – eine friedliche Form der Urlaubsdemokratie.
Abends gibt es Unterhaltung, beim All-inclusive-Buffet reichlich Auswahl. Unser Appartement mit direktem Meerblick bleibt der heimliche Lieblingsplatz. Die Palmen vor dem Fenster und das Blau dahinter werden zu unserem täglichen Ritual.


Der Sommer, nur leiser. Im Oktober erreicht Mallorca laut offizieller Tourismusinformation tagsüber noch durchschnittliche Höchstwerte um 23 Grad. Badeanzug und leichte Regenjacke dürfen sich den Koffer teilen, und für Spaziergänge, Stadtbummel oder Ausflüge sind die Temperaturen angenehm. Die Insel gewinnt wieder Raum: auf den Pfaden, in den kleinen Buchten und vielleicht auch im eigenen Kopf.
Wir waren Ende Juli da und haben jeden vollen, warmen, lebendigen Tag genossen. Doch während ich an das türkisfarbene Wasser, unsere Abendrunden und den Blick aus dem Zimmer denke, schiebt sich ein neuer Gedanke dazwischen:
Wie traumhaft muss Mallorca erst sein, wenn die Insel aufatmet, das Licht weicher wird und man in der Caló des Moro vielleicht tatsächlich nur das Wasser hört?
Das ist eine Frage, die plötzlich den Urlaubskalender wieder interessant scheinen lässt. Die schönste Wirkung der Reise: Man kommt mit Erinnerungen zurück und hat schon wieder Sehnsucht. Meine ist geprägt vom Blau des Mittelmeers.




Der Aufenthalt im Grupotel Mallorca Mar in Cala Bona erfolgte auf freundliche Einladung von Grupotel Hotel & Resorts.
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