Frierss übernimmt Traditionsfleischerei

Mit 1. Mai 2026 übernimmt der Kärntner Familienbetrieb Frierss die Marke Plautz und führt damit das Lebenswerk von Raimund Plautz fort.

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Rudolf Frierss, Christoph Frierss, Kurt Frierss und Raimund Plautz ©Frierss/Kampitsch

Eine Klagenfurter Marke mit Geschichte bleibt erhalten: Mit 1. Mai 2026 übernimmt der Kärntner Familienbetrieb Frierss die Marke Plautz und führt damit das Lebenswerk von Raimund Plautz fort, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Der älteste Fleischerbetrieb der Landeshauptstadt schließt zwar seinen Standort, die Marke und ihre bekannten Spezialitäten bleiben jedoch bestehen.

Beide Betriebe verbinden außergewöhnliche Gemeinsamkeiten: Frierss und Plautz wurden 1898 gegründet. Über Generationen hinweg standen beide Familien für handwerkliche Qualität, regionale Verwurzelung und enge Zusammenarbeit mit bäuerlichen Betrieben aus der Region.

Mit der Übernahme sichert Frierss die Vielfalt regionaler Wurst- und Schinkenspezialitäten. „Jeder Betrieb hat seine eigenen Rezepturen – genau diese Vielfalt macht unser Handwerk aus und diese Vielfalt soll erhalten bleiben“, sagt Rudolf Frierss.

Besonders bekannt sind Plautz’ Kärntner Hauswürstel – geräuchert und luftgetrocknet – sowie sein Speck und Verhackert, die weiterhin im Lebensmittelhandel und zusätzlich im Frierss-Fachgeschäft am Benediktinermarkt und bei Frierss in der Kärntnerei erhältlich sein werden. Die originalen Familienrezepte und Gewürzmischungen werden unverändert übernommen, Raimund Plautz wird in der Anfangsphase aktiv eingebunden.

Für Plautz ist die Übergabe ein bewusster Schritt: „Es erfüllt mich mit großer Freude und Stolz, dass mein Lebenswerk bei Frierss in guten Händen ist. So bleibt Plautz Teil von Klagenfurt.“

Frierss, ein Familienbetrieb in fünfter Generation, bei dem die nächste Generation bereits in der Geschäftsführung tätig ist – setzt damit ein bewusstes Signal gegen das Fleischersterben und für die Zukunft des regionalen Handwerks.

1898 als Villachs erster Wursterzeuger gegründet, gilt Frierss heute als Kärntens führender Feinkostspezialist. Die Spitzenqualität wird regelmäßig international bestätigt, zuletzt durch den DLG-Preis für nachhaltige Produktqualität 2026, den großen Seriensieg beim internationalen Fachwettbewerb 2025 oder die aktuelle Partnerschaft im Österreich-Haus bei den Olympischen Spielen 2026.

Frierss betreibt vier Feinkostgeschäfte, zwei in Villach und zwei in Klagenfurt – in der Kärntnerei in der St. Veiter Straße seit 2021 sowie am Benediktinermarkt seit 2023, mehrfach ausgezeichnet als „Kärntens bestes Feinkostgeschäft“ im Genuss-Guide.

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