Kärnten Duo ist Staatsmeister
Kärnten feierte bei den Staatsmeisterschaften einen Doppelsieg in der Fahrzeugtechnik.
Staatsmeisterschaften der KFZ-Techniker: Anna-Maria Bergmann holte den Titel, ihr Landsmann Leon-Alexander Hobel erreichte Rang zwei ©WKK/Welisch
Volle Konzentration, Schweißperlen auf der Stirn und die Jury im Nacken: Wer bei den österreichischen Staatsmeisterschaften der Kraftfahrzeugtechnik und Karosseriebautechnik antritt, braucht starke Nerven. Das beste Nervenkostüm hatte Anna-Maria Bergmann aus Kärnten, sie setzte sich souverän gegen die Konkurrenz durch und holte den Titel. Ihr Landsmann Leon-Alexander Hobel komplettierte den Triumph mit Platz zwei. In der Karosseriebautechnik ging der Sieg an Manuel Martinetz aus Niederösterreich.
Kfz-Technik: Schrauben auf Zeit
In der Fahrzeugtechnik warteten zehn Stationen, jede mit einer Aufgabe von 40 Minuten. Keine Hilfestellung, nur eine Reparaturanleitung und das eigene Wissen. 18 Lehrlinge aus ganz Österreich traten an – zwei pro Bundesland. Jeder Handgriff musste sitzen: Werkzeug auswählen, Arbeitsschritte planen, Fehler vermeiden. Die Juroren standen dicht daneben, und beobachteten jedes Detail. „Es ist ein besonderer Tag, weil die Kandidat:innen mit unterschiedlichen Kenntnissen kommen. Bei manchen geht es gut, manche tun sich schwerer, je nachdem, was sie in ihrer Firma schon gemacht haben“, erzählt Landesinnungsmeister Michael Schnabl.
Die Top 3 der Staatsmeisterschaften Fahrzeugtechnik
- 1. Platz: Anna-Marie Bergmann, Firma MAN Truck & Bus Vertrieb Österreich GmbH (Kärnten)
- 2. Platz: Leon Alexander Hobel, Autohaus Laschkolnig (Kärnten)
- 3. Platz: Platz: Thomas Feuchter, Autohaus Griessner GmbH (Salzburg)
Karosseriebautechnik: Wenn Funken fliegen und Lack glänzt
Während die Kfz-Lehrlinge von Station zu Station eilten, hatten die 17 Talente der Karosseriebau-Branche mehr Zeit. Drei umfangreiche Aufgaben, die jeweils über zwei Stunden dauerten, forderten das ganze Können der Nachwuchstalente. An der Station der Blechbearbeitung sprühten die Funken. Beim Ersetzen eines Fahrzeugholm-Teils war handwerkliches Geschick entscheidend: Schweißen, Löten und immer wieder prüfen, ob das neue Teil millimetergenau sitzt. „Sauber arbeiten ist wichtig, nicht hudeln. Lieber nicht ganz fertig, dafür super”, betonte der stellvertretende Landesinnungsmeister und Berufsgruppensprecher Rupert Ofer, während die Lehrlinge im Hintergrund mit Schutzgasschweißen und Löten kämpften.
Die Top 3 der Staatsmeisterschaften Karosseriebautechnik:
- 1. Platz: Manuel Martinetz, Fa. Wolfram & Tindl GmbH (Niederösterreich)
- 2. Platz: Jonas Ganser, Fa. Truck Center L. Katzinger GmbH (Oberösterreich)
- 3. Platz: Pius Faißt, Fa. Walser Manuel (Vorarlberg)
Am Steuer sitzen die Fachkräfte von morgen
Bei der abschließenden Gala im Congress Center Villach wurden alle Talente gefeiert. Alle Teilnehmer:innen erhielten auf der Bühne eine Urkunde und verdienten Applaus. Als Keynote-Speaker gratulierte der Rodel-Doppelolympiasieger Andreas Linger den Nachwuchskräften und gab ihnen einen Tipp mit auf den Weg: „Findet eure Begeisterung in dem, was ihr tut. Denn das ist der Nährboden für zukünftige Erfolge.“ Landesinnungsmeister und Gastgeber Michael Schnabl würdigte die Leistung mit klaren Worten: „Schon allein die erfolgreiche Teilnahme ist eine riesige Leistung. Alle Nachwuchstalente können stolz auf sich sein.”
Die Staatsmeisterschaften in Villach haben gezeigt: Der Nachwuchs in der Kfz- und Karosseriebautechnik gibt bereits heute Vollgas – und die Branche darf zuversichtlich in die Zukunft blicken.
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