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Als Melissa Naschenweng Ende 2025 eine längere Pause ankündigte, schrillten bei vielen die Alarmglocken. Was tatsächlich dahintersteckt und auf welche Highlights sich die Fans heuer freuen dürfen, verrät der Musikstar im MONAT-Gespräch.
Wenn jemand einen Schritt zurückmacht, nimmt er vielleicht nur Anlauf. Das gilt aktuell wohl auch für Melissa Naschenweng. Nach einem intensiven 2025er-Jahr begab sich der Kärntner Musikstar in eine Pause. Doch obwohl sie aktuell keine Konzerte spielt, wehrt sich die 35-Jährige gegen den Begriff „Auszeit“. „Ich weiß gar nicht, woher dieses Gerücht kommt“, lacht sie. „Auszeit klingt so, als würde ich jetzt daheim sitzen und nur in die Luft schauen. Das stimmt aber nicht. Ich hatte und habe 15 Wochenenden frei, das ist neu. Und das bin ich ehrlich gesagt auch nicht gewohnt. Eigentlich ist es eine kreative Pause. Ich spiele drei Monate keine Konzerte, aber in der Zeit bin ich trotzdem aktiv – mit TV- und Promoterminen und im Studio für mein neues Album.“ Ein solches zu produzieren sei ein kreativer Prozess, der sehr viel Arbeit erfordere. „Das ist auch der Job eines Musikers und keine Auszeit. Jetzt daheim zu sitzen und gar nichts zu tun: Das bin ich nicht – also von Natur aus nicht.“ Unter anderem stehen neben dem Schreiben neuer Songs viele Familienbesuche am Programm, für die im prall gefüllten Kalender der Musikerin sonst wenig Zeit bleibt.
Filmluft geschnuppert.
Tatsächlich hat Naschenweng ein ereignisreiches Jahr hinter sich. „Es ist so viel passiert! Es war ein fantastisches Jahr. Ich habe so schöne Liveauftritte erlebt, total coole Fernsehsendungen. Das Highlight für mich war aber tatsächlich der Film.“ Die Rede ist von der ORF-Heimatproduktion „Herzklang – Zurück zu mir“, in dem die Kärntnerin eine Sängerin spielt, die aus der Großstadt aufs Land zurückkehrt. „Ich habe also meine erste Hauptrolle abgedreht, war sechseinhalb Wochen im Sommer am Set, fast immer in meiner Heimat. Wir waren dabei viel in Kärnten unterwegs, aber auch in Osttirol und ein bisschen in Wien. Was auch extrem cool war: Ich habe den Titelsong mitschreiben dürfen und ich freue mich riesig, wenn der Film ausgestrahlt wird.“ Angekündigt ist die Produktion für heuer.
Berufung bleibt die Musik.
Die neue Erfahrung sei jedenfalls sehr spannend gewesen, so Naschenweng: „Ehrlich gesagt habe ich es mir ein bisschen leichter vorgestellt, eine Sängerin darzustellen. Ich musste viel lernen, aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht.“ Ob es sie nun ins Schauspielfach zieht? „Die Musik wird immer meine Hauptberufung und meine Leidenschaft bleiben, aber ich freue mich über jede neue Herausforderung und bin selber gespannt, was da alles noch so auf mich zukommen wird.“
Ihre zwei Lebensmenschen.
Mit der Deluxe-Version ihres Erfolgsalbums „Alpenbarbie – Rosa Dynamit“ lieferte die Kärntnerin kürzlich mit vier brandneuen Songs auch einen Nachschlag für alle, die beim Originalalbum nicht genug bekommen haben. Mit dem Lied „Wo du herkommst“ betont sie ihre tiefe Heimatverbundenheit. Welche Kindheitserinnerungen geben ihr bis heute Kraft und inspirieren sie? „Das sind definitiv Erinnerungen mit meinen Großeltern. Wegen meines Opas, der Hüttenwirt auf der Wolayersee Hütte war und die Gäste mit seiner Harmonika immer in Stimmung brachte, habe ich überhaupt erst angefangen, die Steirische zu spielen. Mein Opa und meine Oma waren für mich zwei Lebensmenschen, die mein Leben sehr geprägt haben. Mit dem neuen Song wollte ich auch wieder ein Stückchen zurück in dieses Gefühl“, enthüllt die Sängerin im MONAT-Gespräch.
Die Wurzeln nicht vergessen.
Dass „Wo du herkommst“ aufs Album kommt, war ihr unglaublich wichtig. „Der Song liegt mir besonders am Herzen. Ich möchte damit ausdrücken, dass ich trotz all des Glitzers und Glamours nie vergessen habe, wo meine Wurzeln liegen. Das Aufwachsen im Lesachtal hat mich geprägt – nicht nur persönlich, sondern auch musikalisch. Ich denke, viele können sich darin wiederfinden. Es zeigt, dass man, auch wenn man einen außergewöhnlichen Weg einschlägt und von zu Hause weggeht, nicht automatisch vergisst, woher man kommt. Im Gegenteil: Ich bin überzeugt, dass das Leben viel leichter wird, wenn man sich seiner Herkunft und seiner Wurzeln bewusst ist.“
Der neue Partner.
Im Herbst erschien auch ein neuer Partner an Naschenwengs Seite, zumindest was das Musikalische betrifft. Mit dem bayrischen Wackelkontakt-Sänger Oimara entstand „Koa Bergbauernbua“. Wie kam es dazu? „Tatsächlich war es so, dass Oimara die Nummer schon vor Jahren geschrieben hatte und sich nicht getraut hat, mir das Demo zu schicken. Letztes Jahr war es dann aber doch soweit. Ich war direkt angetan und so kam es dann zum Duett. Bei den letzten Konzerten 2025 habe ich die Nummer dann auch live präsentiert. Vor allem das jüngere Publikum feiert den Song richtig.“
Volles Programm 2026.
Auszeit, Pause oder einfach nur Anlaufnehmen hin oder her: 2026 wird für alle Fans des Bühnenstars voller musikalischer Höhepunkte. „Es stehen wieder viele coole Livekonzerte an. Ein Highlight wird mit Sicherheit das große ‚Bergbauern Open Air‘ auf der Teichalm in der Steiermark sein“, verrät die Lesachtalerin, bei der in stressigen Zeiten schon mal etwas Heimweh ausbricht. „Es gibt Momente, wenn man ganz viel unterwegs ist, von einem Hotel zum anderen fährt und oft gar nicht mehr weiß, wo man munter wird: Da hat man schon manchmal das Gefühl, boah, jetzt möchte ich einfach nur daheim sein.“ Allerdings sei die Band wie eine zweite Familie. „Es fühlt sich manchmal an wie eine große Klassenfahrt oder ein Familienausflug. Für mich ist es so schön zu wissen, dass das jetzt nicht nur Kollegen sind oder Leute, mit denen ich arbeite, sondern es sind einfach Menschen, die mit Herz und Seele dabei sind. Und deshalb freue ich mich schon riesig darauf, heuer wieder mit meiner Band unterwegs zu sein.“

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