Neustart im Magistrat
MONAT-Story brachte die Causa Jost ins Rollen und deckte horrende Überstundenzahlungen auf. Nun, zehn Monate später, wurde Magistratsdirektor Peter Jost vom Dienst freigestellt
Magistratsdirektor Peter Jost ©Karlheinz Fessl
Also damit haben wir zwischendurch nicht mehr gerechnet: Die Ära Peter Jost im Magistrat Klagenfurt hat ein Ende!
Klagenfurts Magistratsdirektor Peter Jost wird vom Dienst freigestellt. Gemunkelt wurde darüber bereits seit Längerem, nun fiel die Entscheidung mittels Umlaufbeschluss durch den Stadtsenat, wie die Stadt Klagenfurt per Aussendung mitteilte.
Die Beschlussfassung erfolgte mit den Senatsstimmen der SPÖ, Team Kärnten und FPÖ. Konkret bedeutet dies, dass – anders als bei einer Suspendierung – der Entgeltanspruch vollumfänglich aufrecht bleibt. Nur die Anwesenheit von Jost im Rathaus ist unerwünscht. Gegen ihn wurde ein Hausverbotausgesprochen.
Sie erinnern sich an die Anfänge der Causa? Investigativjournalist Franz Miklautz hat in seiner Geschichte im Kärntner MONAT horrende Überstundenzahlungen an den Magistratsdirektor aufgedeckt.

Es folgte ein Thriller: Miklautz wurde wegen des Verdachts der Verletzung des Amtsgeheimnisses als Bestimmungs- oder Beitragstäter angezeigt, die Staatsanwaltschaft hat ermittelt, der Aufschrei ging österreichweit durch die Medien, die Justizministerin hat das Verfahren eingestellt. Kurz darauf geriet Bürgermeister Christian Scheider in die Enge: Im Stadtsenat musste er sich mehrmals über die eigenmächtig erteilte Verlängerung des Dienstvertrages von Jost erklären.
Nun ist aber Schluss. Jost ist freigestellt, ein neuer Magistratsdirektor wird bereits gesucht. 14 Kandidaten haben sich um die Stelle des Magistratsdirektors beworben.
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