Portraitbild von Schauspielerin Veronica Ferres

Veronica Ferres: Berglandkrimi Alpentod

Die resolute Ermittlerin Birgit Reincke

4 Min.

© Ferres Stefan Resch_Moonlake Entertainment

Erste Reihe fußfrei. Ihr Blick richtet sich gebannt auf die Leinwand. Sie beobachtet sich selbst, wie sie eintaucht in die Rolle der resoluten Ermittlerin Birgit Reincke, die ihren Job vermeintlich an den Nagel gehängt hat und nun jedweden Verdacht vom Tisch wischt, ein Fall bleibe ungelöst. „Ich habe es heute selbst das erste Mal gesehen und ich muss sagen, es macht gute Laune und Lust auf mehr“, schwärmt Veronica Ferres bei der Vorführung des dritten Films der Krimireihe „Alpentod“ im Stadtkino Hallein. Diese Meinung teilt das begeisterte Publikum mit der beliebten Schauspielerin und goutiert die humoristisch kriminalistischen Abenteuer mit jeder Menge Applaus.

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So manche Szene habe ihr großen Respekt eingeflößt, gesteht sie und erzählt von den Dreharbeiten am Untersberg. „Ich habe miterlebt, wie das Wetter plötzlich wechselt, es brandgefährlich wird und man schauen muss, dass man rechtzeitig herunterkommt und was es bedeutet, bei Rutschgefahr nicht trittsicher zu sein“. Treffsicher wählt sie an Drehtagen bei niedrigen Temperaturen ein wärmendes Untendrunter. „An kalten Tagen trug ich unter den Jeans und dem Hemd Thermounterwäsche“, gesteht sie im geheizten Ambiente. Hätte sie es nicht gesagt, gesehen hätte es niemand. Trotz der Funktionswäsche macht sie eine überaus gute Figur.

Ihr charmantes Lächeln verrät: Neben all den unerwarteten Wetterkapriolen und spannenden Episoden kam der Spaßfaktor nicht zu kurz. So bleibt ihr eine skurrile Szene besonders in Erinnerung: Um den Fall zu lösen, wagt sie sich in den Salon einer schrulligen Friseuse, die wohl weder ihr Handwerk versteht noch ihren Frisierstuhl im Griff hat. Während Birgit Reincke ihren Kopf hinhält, um für den Fall zu ermitteln, fährt der Sessel ruckartig auf und ab. Im Film mimt die Kommissarin einen ängstlichen Ausdruck im Gesicht, beim Drehen jedoch konnte sie sich das Lachen nicht verbeißen. Dass sich ihr Hund Luna in dieser Szenerie als echter Schnüffler vor der Kamera mächtig ins Zeug legt, möchte das stolze Frauchen nicht unerwähnt lassen.

Neben Spannendem und Tierischem sei im Bergland-Krimi auch Bewegendes schützen wollte, hat mich auch im wirklichen Leben berührt. Wie viel Leid hätte sie den Menschen ersparen können, wenn sie einen anderen Weg gewählt hätte und nicht als Lösung Niedertracht und Mord“, so Veronica Ferres. Gott sei Dank sei es nur ein Film. Mehr wird aber nicht verraten. Zumindest, was den Krimi betrifft. Wie sich die, wie der verstorbene Jedermann-Darsteller Peter Simonischek sie bezeichnete, „beste Buhlschaft aller Zeiten“ ihre natürliche Schönheit bewahrt? Daraus macht sie kein Geheimnis.

„Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, sich um sich selbst zu kümmern, dass man sich Auszeiten schafft, dass man lernt, was dem Körper guttut, dass man feststellt, welche Lebensmittelallergien man hat. Man soll sich die Frage stellen: Wie bewusst ernähre ich mich? Ich habe immer so ein Bild, dass alles, was ich in ein Becken Wasser werfen kann, ist ein wertiges Nahrungsmittel. Das sind Tomaten, das ist Salat, das sind Karotten, das ist Obst. Industriell Verarbeitetes versuche ich zu vermeiden.“ Ausreichend Bewegung sei ebenso wichtig wie genügend Schlaf.

Veronica Ferres kümmert sich aber nicht nur um ihre eigenen Bedürfnisse, sondern engagiert sich ebenso in vielen sozialen Bereichen. Besonders Frauen und Kinder liegen ihr am Herzen. Dazu liefert sie gleich Vorort den Beweis. Herzerfrischend fröhlich und mit einer ehrlichen Gelassenheit steht sie eine gefühlte Ewigkeit im Selfie-Blitzlicht für eine ganze Klasse der Mittelschule in Kuchl. Übrigens, dass man diese Gemeinde in der Krimireihe kurzerhand nach Bayern verlegt und zudem noch in „Maischling“ umbenennt, nehmen die Einheimischen mit

Humor. Kein Wunder, die Tourismusbranche hat gut lachen, ob des Millionenpublikums zur Primetime. Drehorte wie Hallein, Grödig, rund und auf dem Untersberg, das Bluntautal, das Wiestal, die Almbachklamm, die Stadt Salzburg und noch eine ganze Reihe mehr, zeigen sich dank der großartigen Umsetzung von ihren schönsten Seiten. Mit einem Lokalaugenschein zu liebäugeln, könnte gar den Blick auf die Dreharbeiten für mögliche nächste Folgen freigeben. Doch dies sind zurzeit nur reine Verdachtsmomente.

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